Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) will überprüfen, ob die Versicherungsunternehmen Entschädigungsanträge von Holocaust-Opfern sorgfältig genug bearbeiten.

Herausfinden will das Amt, ob der am 16. Oktober 2002 zwischen dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (ICHEIC) in Washington unterschriebene Vertrag über die Entschädigung von Opfern des Nationalsozialismus für Lebensversicherungsverträge umgesetzt wird. Während der Nazidiktatur waren vielen Menschen ihre Ansprüche aus Versicherungsverträgen entzogen worden.

Zwar ist bereits gesetzlich geregelt, dass Naziverfolgte Anspruch auf Wiedergutmachung für entgangene Versicherungsansprüche haben. Die BAFin hält es aber für möglich, dass Einzelfälle nicht erfasst wurden.

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