Alternativen zum Verkauf: Versicherung lieber beleihen oder still­legen

Lebens­versicherungs­kunden haben einige Möglich­keiten, um Geld zu sparen oder aus ihrer Police zu ziehen. Sie müssen ihre Versicherung dafür nicht kündigen oder verkaufen.

Policendarlehen. Der Versicherer gewährt meist ein Policendarlehen bis zur Höhe des aktuellen Rück­kaufs­werts. Es muss spätestens bei Ablauf oder im Leistungs­fall der Versicherung zurück­gezahlt werden. Der Zins für das Darlehen ist deutlich höher als die Verzinsung der Police selbst. Es lohnt sich deshalb oft nur bei einer kurzen Lauf­zeit, etwa wenn noch vier Jahre bis zum Ende der Lauf­zeit über­brückt werden sollen. Auch Firmen, die sonst Lebens­versicherungen kaufen, bieten Policendarlehen an. Auf ihren Internet­seiten gibt es Rechner, die ein Angebot ausrechnen. Kunden sollten die Angebote vergleichen.

Vertrag beitrags­frei stellen. Kunden, denen die Beitrags­last ihrer Lebens­versicherung zu schwer wird, können mit ihrem Versicherer vereinbaren, dass sie nicht weiter einzahlen. Dann wird der Vertrag auf dem erreichten Niveau einge­froren, der Kunde kann aber weiter an Über­schüssen beteiligt werden.

Dynamik streichen. In einem dyna­mischen Vertrag steigen die Beiträge regel­mäßig, oft jähr­lich. Dies erhöht zwar den Versicherungs­schutz, kostet aber Geld. Es werden jedes Jahr zusätzliche Abschluss­kosten fällig. Kunden können die Dynamik stoppen.

Zahlungs­weise der Beiträge. Wird es zu schwer, den Beitrag jähr­lich in einer Summe zu zahlen, können Kunden auf monatliche Raten umstellen. Das kostet aber mehr; meist etwa 5 Prozent des Jahres­beitrags zusätzlich.

Dieser Artikel ist hilfreich. 237 Nutzer finden das hilfreich.