Oft besser als kündigen oder verkaufen

Zur Kündigung oder zum ­Verkauf der Lebensversicherung gibt es Alternativen.

Kunden, die ihren Vertrag bis zum Ende der Laufzeit durchhalten und am Ende den Schlussgewinnanteil einstreichen wollen, haben einige Möglichkeiten, um Geld zu sparen. Dies gilt auch für diejenigen, die kurzfristig Geld brauchen. Sie können ihre Police beleihen.

Policendarlehen. Der Versicherer gewährt meist ein Policendarlehen bis zur Höhe des aktuellen Rückkaufswerts. Das Policendarlehen kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist getilgt werden. Es muss spätestens bei Ablauf oder im Leistungsfall der Versicherung zurückgezahlt werden. In der Regel geschieht dieses dann durch Verrechnung mit der Leistung. Der Zins für das Darlehen ist jedoch deutlich höher als die Verzinsung der Police selbst. Es lohnt sich deshalb oft nur bei einer kurzen Laufzeit, etwa wenn noch drei bis vier Jahre bis zum Ende der Laufzeit der Lebensversicherung überbrückt werden sollen.

Vertrag beitragsfrei stellen. Kunden, denen die Beitragslast zu schwer wird, können ihren Vertrag beitragsfrei stellen. Dann wird er auf dem erreichten Niveau eingefroren, der Kunde wird aber weiter an Überschüssen beteiligt (siehe Lebensversicherung: Halber Ausstieg).

Dynamik streichen. Bei einem dynamischen Vertrag steigen die Beiträge in regelmäßigen Abständen, meist von Jahr zu Jahr. Dies erhöht zwar den Versicherungsschutz, kostet aber Geld. Es werden jedes Jahr zusätzliche Abschlusskosten fällig.

Zahlungsweise der Beiträge. Schaffen Kunden es nicht mehr, ihren Jahresbeitrag in einer Summe zu zahlen, können sie ihren Vertrag auch auf monatliche Raten umstellen. Dafür müssen sie aber zusätzliche Kosten in Höhe von meist 5 Prozent des Jahresbeitrags in Kauf nehmen.

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