Ansprüche aus Lebens- und Renten­versicherungen sind im Normalfall pfänd­bar. Unter bestimmten Voraus­setzungen kann der Versicherte aber erreichen, dass die Auszahlung seiner Lebens­versicherung trotz seiner Insolvenz vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt ist. Das geht aus einem Urteil des Bundes­gerichts­hofs hervor. Im verhandelten Fall war über den Nach­lass eines Mannes ein Insolvenz­verfahren eröffnet worden. Für eine seiner vier Lebens­versicherungen hatte der Mann seiner Ehefrau ein unwiderrufliches Bezugs­recht einge­räumt. Dadurch erhielt die Ehefrau die Rechte aus diesem Vertrag sofort. Hinzu kam: Da die Schenkung bereits mehr als vier Jahre vor Antrag auf Eröff­nung des Insolvenz­verfahrens erfolgte, konnte der Insolvenz­verwalter sie nicht mehr anfechten. Nur bei geringeren Zeiträumen haben Anfechtungen Erfolg (Bundes­gerichts­hof, Az. IX ZR 15/12).

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