Glossar: Was dem Kunden bleibt

Garan­tiezins

Der Garan­tiezins ist der Zins, den Versicherer Kunden bei Vertrags­beginn höchs­tens zusichern dürfen. Für ab 2015 geschlossene Verträge beträgt er nur noch 1,25 Prozent. Er bezieht sich lediglich auf den Spar­anteil des Beitrags – also Einzahlung abzüglich Todes­fall­schutz, Vermitt­lerprovision und Verwaltungs­kosten. Weil der Zins nur auf das gewährt wird, was vom Beitrag übrig bleibt, kann die garan­tierte Rendite auf die Beiträge bei teuren Versicherern unter 0 Prozent liegen.

Zins- und Kosten­über­schüsse

Über­schüsse erwirt­schaften Versicherer an verschiedenen Stellen. Die Unternehmen beteiligen Kunden zu mindestens 90 Prozent an Zins­gewinnen aus Kapital­erträgen, die über den Garan­tiezins hinaus­gehen. Außerdem erhalten Kunden mindestens 50 Prozent vom Kosten­über­schuss: Wenn Versicherer weniger Kosten haben als kalkuliert, profitieren die Kunden.

Risiko­über­schüsse

Auch von ihren Risikogewinnen müssen Versicherer etwas abgeben. Kunden bekommen mindestens 90 Prozent des Risiko­über­schusses. Bei Kapital­lebens­versicherungen und Risiko­lebens­versicherungen gibt es einen Risiko­über­schuss, wenn weniger Kunden vor Vertrags­ende sterben, als vom Versicherer kalkuliert. Denn dann müssen die Unternehmen weniger Todes­fall­leistungen auszahlen. Bei Renten­versicherungen entsteht ein Über­schuss, wenn Kunden früher sterben als gerechnet. Denn Versicherer müssen dann die lebens­lange Rente nicht so lange zahlen wie ursprüng­lich kalkuliert.

Schluss­über­schuss

Einen Teil der Über­schüsse gibt es erst am Vertrags­ende – als Schluss­über­schuss. Der Kunde bekommt ihn nur voll­ständig, wenn der Vertrag regulär abläuft. Bei vorzeitiger Kündigung ist es je nach Versicherer und Zeit­punkt nur wenig oder gar nichts.

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