Unser Rat

Wider­spruch. Sie können Ihre zwischen Ende Juli 1994 und Ende 2007 abge­schlossenen Lebens- oder Renten­versicherungen rück­abwickeln, wenn die Wider­spruchs­belehrung falsch war. Das gilt für Verträge, die noch laufen, bereits gekündigt wurden oder längst ausgezahlt sind. Bei einem Wider­spruch gibt es meist mehr Geld als bei einem regulären Vertrags­ende oder einer Kündigung. Auch für laufende Verträge kann sich eine Rück­abwick­lung lohnen, wenn Sie das Geld dringend brauchen oder Ihr Vertrag schlecht läuft (siehe Kasten Ausstieg überlegen im Haupt­artikel).

Hilfe. Viele Versicherer blocken Wider­sprüche ab. Deshalb ist es sinn­voll, seine Ansprüche mit professioneller Hilfe geltend zu machen.

Verbraucherzentrale (VZ). Wenn Sie nicht rechts­schutz­versichert sind, können Sie die Belehrung in Ihrem Vertrag für 85 Euro von der VZ Hamburg prüfen lassen. Für weitere 85 Euro können Sie sich ausrechnen lassen, was Ihr Versicherer Ihnen zahlen muss. Diesen Betrag können Sie mit einem Muster­brief der VZ einfordern. Akzeptiert der Versicherer Ihren Wider­spruch nicht, können Sie sich kostenlos an den Ombudsmann wenden. Entscheidet er für Sie, zahlt der Versicherer meist.

Anwalt. Wenn Sie Rechts­schutz haben, können Sie sich im Internet einen auf den Wider­spruch von Lebens­versicherungen spezialisierten Anwalt suchen. Rechts­schutz­versicherer decken meist die Kosten.

Dienst­leister. Sind Sie rechts­schutz­versichert, wollen sich aber um nichts kümmern, finden Sie im Internet Firmen, die Ihr Wider­spruchs­verfahren begleiten. Wählen Sie keine Firmen, die ein Vorabhonorar oder mehr als 20 Prozent Ihres finanziellen Vorteils verlangen.

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