Clerical Medical: Wider­spruch bringt Kundin rund 4 600 Euro

Lebens­versicherung Special

Physio­therapeutin Martina W. hat insgesamt acht Verträge angefochten.

„Ich mache mir ständig Sorgen, ob ich genügend für das Alter vorgesorgt habe“, erklärt die 60-jährige Physio­therapeutin Martina W.* aus Auleben in Thüringen. „Ich war vielleicht ein biss­chen zu gutgläubig, als ich mich drei- bis vierfach versichern lassen habe.“ W. hat zwischen 1994 und 2007 bei drei Versicherern acht Renten­versicherungen abge­schlossen. Alle sind bereits ausgezahlt.

Rein zufäl­lig erfuhr W. vom Wider­spruchs­recht, das auch für schon ausgezahlte Verträge gilt, wenn die Belehrung fehler­haft war. „Das bringt meist viel Geld“, erklärte ihr Berater in Steuerfragen, der zum Glück von allen Verträgen Kopien aufgehoben hatte.

Er empfahl W. den Dienst­leister Afin24, der in Zusammen­arbeit mit einem Anwalt ausschließ­lich Wider­spruchs­verfahren von Kunden begleitet, die rechts­schutz­versichert sind. Für W.s Verträge, in denen alle Belehrungen falsch waren, wurde eine Entschädigung in Höhe von rund 80 000 Euro errechnet. Das ist der Mehr­wert, den W. bekommen müsste, wenn ihre Wider­sprüche Erfolg haben.

Bisher hat nur die Clerical Medical den Wider­spruch für einen Vertrag von W. akzeptiert. Sie hat W., die 2014 einen Rück­kaufs­wert von 30 266 Euro erhielt, zusätzlich weitere 5 795 Euro als Nutzungs­entschädigung ausgezahlt.

Mit den 4 636 Euro, die W. nach Abzug des Honorars für den Dienst­leister erhalten hat, will sie einen Kredit ablösen. Ihre Ansprüche gegen die anderen Gesell­schaften will W. einklagen.

*Name der Redak­tion bekannt

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