Wider­spruch – Schritt für Schritt

Vor dem Ausstieg. Bei laufenden Verträgen über­legen Sie zunächst, ob der Ausstieg aus einer Lebens- oder Renten­versicherung sinn­voll ist.Gründe, die gegen einen Ausstieg sprechen können, finden Sie im Kasten links.

Unterlagen. Um erfolg­reich zu wider­sprechen, benötigen Sie die Ursprung­spolice. Zudem sollten Sie den aktuellen Stand Ihrer Versicherung kennen und wissen, welche Beträge eventuell schon ausgezahlt wurden.

Prüfen der Verträge. Einige Fach­anwälte für Versicherungs­recht sowie Dienst­leister, die mit Anwälten zusammen­arbeiten, bieten Ihnen zunächst eine kostenlose Prüfung der Belehrungen in Ihren Verträgen an. Sie tun das, weil sie hoffen, später für Sie das Wider­spruchs­verfahren durch­führen und daran verdienen zu können. Die Verbraucherzentrale Hamburg prüft die Belehrung für 85 Euro (vzhh.de).

Auf eigene Faust. Wenn Sie nicht rechts­schutz­versichert sind, könnenSie einen Wider­spruch selber erklären. Die VZ Hamburg bietet dazu einen Muster­brief an (vzhh.de). Um Ihre Forderung zu beziffern, sollten Sie ein finanzma­thematisches Gutachten bei der VZ Hamburg bestellen, das ebenfalls 85 Euro kostet.

Ombuds­mann. Akzeptiert Ihr Versicherer den Wider­spruch nicht und wollen Sie nicht zum Anwalt, können Sie sich kostenlos an den Versicherungs­ombuds­mann wenden (versicherungsombudsmann.de). So haben Sie keine Extra­kosten, falls Ihr Wider­spruch erfolg­los ist.

Außerge­richt­liche Einigung. Versicherer regelnWider­sprüche gerne außerge­richt­lich. So kommen Sie auch schneller an Ihr Geld. Der Versicherer zahlt aber meist weniger als gefordert.

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