Lebens­versicherungs­verträge aus den Jahren 1994 bis Ende 2007 bleiben wirk­sam, wenn die Versicherer die Kunden korrekt über den Vertrags­inhalt und ihr Widerrufs­recht informiert haben. Es genügt, wenn sie das erst nach der Unter­schrift getan haben. Kunden können dann nicht noch nach Jahren Beiträge zurück­fordern, entschied der Bundes­gerichts­hof Mitte Juli (Az. IV ZR 73/13).

Zwischen 1994 und 2007 erhielten die Kunden ihre Vertrags­unterlagen und Verbraucher­informationen üblicher­weise erst nach der Unter­schrift. Die Bundes­richter sahen darin anders als der Kläger keinen Anhalts­punkt für einen Verstoß gegen Richt­linien der Europäischen Union. Der Kläger darf seine verlust­reiche fonds­gebundene Lebens­versicherung nicht rück­abwickeln.

Tipp: Ein später Widerruf ist aber möglich, wenn nicht deutlich genug auf Ihr Recht dazu hingewiesen wurde. Weitere Informationen auf unserer Themenseite Lebensversicherung.

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