Der Bundes­gerichts­hof (BGH) hat die Informations­rechte von Lebens­versicherungs­kunden gestärkt (Az. IV ZR 201/17). Zwar erklärte das Gericht die seit 2014 geltenden geringeren Ausschüttungen von Bewertungs­reserven für rechtens. Doch der beklagte Versicher müsse begründen, weshalb er die Auszahlung kürzt und warum der Kunde weniger Bewertungs­reserven bekomme. Eine Kürzung ist möglich, damit der Versicherer die garan­tierte Verzinsung seiner Verträge gewähr­leisten kann. Bewertungs­reserven entstehen, wenn der Markt­wert einer Kapital­anlage über dem Anschaffungs­preis liegt – also etwa der Wert von Immobilien, Aktien oder Zins­papieren gestiegen ist. Geklagt hatte der Bund der Versicherten für einen Kunden, dessen Beteiligung an den Reserven stark gekürzt worden war. Der Fall wurde vom BGH an das Land­gericht Düssel­dorf zurück­verwiesen.

Tipp: Ausführ­liche Informationen über die Lebens­versicherung finden Sie in unserem kostenlosen Special Was die Lebensversicherungen leisten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 8 Nutzer finden das hilfreich.