Wer seine Lebensversicherung verkaufen will, um ohne eine verlustreiche Kündigung schnell zu Geld zu kommen, kann dies nicht gegen den Willen des Versicherers tun. Nach einer Empfehlung des Versicherungsombudsmannes Wolfgang Römer (Az. 3830/01-H) hat der Versicherer das Recht, auf dem „ursprünglich gewählten Vertragspartner zu bestehen“. Auf einen anderen Versicherungsnehmer, der dem ursprünglichen Kunden die Police abkaufen will, brauche sich das Unternehmen nicht einzulassen. Zwar sei es „verständlich und nachvollziehbar“, wenn der Versicherte seinen Vertrag zu den für ihn günstigsten Konditionen beenden wolle. Doch dahinter müssten die In­teressen der Versicherungsgesellschaft nicht zurückstehen. Nur sie könne beurteilen, ob ein Kaufinteressent vertrauenswürdig genug sei, den Vertrag zu erfüllen, also beispielsweise die Beiträge regelmäßig zu zahlen. Nach Römers Angaben sind unter den bei ihm eingegangen Beschwerden „überproportional“ viele, die sich gegen Lebensversicherer richten. Diese Klagen konzentrierten sich aber vor allem auf die gesunkenen Überschussbeteiligungen.

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