Gut ein Drittel der Versicherer geben immer größere Summen an ihre Muttergesell­schaft weiter. Allein im Jahr 2016 waren es mehr als 1,1 Milliarden Euro, so die Bundes­regierung in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen. Auf diese Weise umgehen Unternehmen die Vorschrift, ihre Aktionäre nicht zu bedienen, wenn sie Kunden die Beteiligung an den Bewertungs­reserven kürzen. Erlaubt ist das drastische Kürzen der Beteiligung seit August 2014.

Bewertungs­reserven entstehen, wenn der Markt­wert einer Kapital­anlage über dem Anschaffungs­preis liegt – also etwa der Wert von Immobilien, Aktien oder Zins­papiere gestiegen ist.

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