Lebensversicherung Meldung

Die stillen Reserven der Lebens­versicherungs­unter­nehmen sind 2005 auf 66 Milliarden Euro gestiegen. Wie aus dem Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht hervorgeht, entspricht dies einer Steigerung um mehr als 30 Milliarden Euro in einem Jahr (siehe Grafik).

Dies ist erfreulich für die Kunden. Denn nach dem Entwurf des Bundesjustizministeriums für ein neues Versicherungsvertragsgesetz sollen sie künftig zu 50 Prozent an den stillen Reserven beteiligt werden.

Stille Reserven entstehen, weil die Versicherer Kapitalanlagen wie Immobilien, Aktien oder Zinspapiere unter ihrem Marktwert in die Bilanz schreiben. Stehen beispielsweise Aktienpakete mit dem niedrigen Preis in der Bilanz, zu dem das Versicherungsunternehmen sie gekauft hat, und ist ihr Kurswert zum Bilanzstichtag höher, gehört der Unterschied zu den stillen Reserven.

Auf dem Höhepunkt der Börsenkrise 2002 waren die stillen Reserven der Versicherer auf 6,2 Milliarden Euro geschmolzen. Einige Unternehmen hatten sogar stille Lasten zu tragen.

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