Lebensversicherung Meldung

Übersteigt der Rückkaufswert einer Lebensversicherung die Hartz-IV-Vermögensfreigrenzen, bekommen ­Arbeitslose kein Arbeitslosengeld II.

Auch in letzter Minute noch dürfen Arbeitslose sich den zusätzlichen Vermögensfreibetrag für Lebensversicherungen sichern. Das hat das Sozial­gericht Münster entschieden (Az. S 16 AS 26/05 ER).

Ein Pärchen hatte seine beiden Lebensversicherungen nur zwei Tage vor dem Antrag auf Arbeitslosengeld II um eine „Hartz-Klausel“ ergänzt.

Grundsätzlich steht einem Arbeitslosen nur der allgemeine Vermögensfreibetrag zu (200 Euro pro Lebensjahr, maximal 13 000 Euro). Den zusätzlichen so genannten Altersvor­sorgefreibetrag in gleicher Höhe erhält nur, wer seine Lebensversicherung mit einem teilweisen Kündigungsverzicht ausstattet (Hartz-Klausel): Bis zum 60. ­Lebensjahr darf der Kunde seine Versicherung dann bis zum Wert von 200 Euro pro Lebensjahr nicht versilbern. Aufgrund dieses zusätzlichen Freibetrags lag das klagende Paar im Rahmen des erlaubten Vermögens und erhielt Arbeitslosengeld II.

Tipp: Wie Sie Ihren Lebensversicherungsvertrag hartz-sicher machen, steht unter www.finanztest.de/hartz-sicherheit.

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