Viele Lebensversicherungskunden, die ihren zwischen Mitte 1994 und Ende 2001 geschlossenen Vertrag kündigten, erhielten in der Vergangenheit zu wenig Geld. Sie können sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 12. Oktober 2005 berufen und Geld nachfordern, weil ihr Versicherer sie nicht ausreichend über die hohen Verluste im Kündigungsfall informiert hat. Das gilt auch bei Lebensversicherungen mit Fondsinvestment, bestätigte jetzt der BGH (Az. IV ZR 321/05).

Wer seinen Vertrag 2002 gekündigt hat, sollte unbedingt vor Ende 2007 schriftlich beim Versicherer nachfordern. Der weist den Anspruch sonst vermutlich wegen Verjährung zurück. Der Bund der Versicherten und die Verbraucherzentrale Hamburg wollen gerichtlich durchsetzen, dass die Verjährungsfrist hier erst mit den Urteilen begann.

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