Lebens­versicherer tun sich zunehmend schwer, die Zinsen zu erwirt­schaften, die sie ihren Kunden garan­tiert haben – und müssen darum auf Reserven und Risiko­über­schüsse zurück­greifen.

Kunden mit einer privaten Renten­versicherung oder eine Lebens­versicherung mit Garan­tiezins legen Wert auf Sicherheit. Dies ist wichtig für die Planung ihrer Alters­vorsorge. Doch die Versicherer schmelzen Garan­tien weiter ab. Eine aktuelle Unter­suchung der Stiftung Warentest für die Jahre 2016 bis 2018 zeigt: 13 von 31 Versicherern konnten in keinem der drei Jahre ihre Garan­tieverpflichtungen mit Kapital­erträgen finanzieren.

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SpecialLebens­versicherung, Renten­versicherung14.04.2020
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Lebens­versicherer unter Druck

Finanztest hat die Geschäfts­zahlen der Lebens­versicherer unter die Lupe genommen und fest­gestellt: 31 Versicherer konnten höchs­tens in einem der Jahre 2016, 2017 und 2018 mit ihren Kapital­erträgen die garan­tierte Verzinsung erwirt­schaften. Um die Garan­tien zu erfüllen, mussten sie Geld aus Reserven oder aus Risiko­über­schüssen und übrigen Über­schüssen zuschießen. Das schmälert die Über­schuss­beteiligung der Kunden.

Das bietet der Ertrags-Check der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt, welche Lebens­versicherer mit ihren Kapital­erträgen ihre Garan­tieverpflichtungen nicht in allen drei Jahren von 2016 bis 2018 erwirt­schaften konnten.

Tipps und Hintergrund. Der Artikel verdeutlicht, auf was lang­jährige Kunden mit einer Lebens­versicherung oder einer privaten Renten­versicherung bei ihrer Vorsorgeplanung achten sollten. Der Text beschreibt den Fall eines Kunden, der sich erfolg­reich gewehrt hat gegen eine geringere Verzinsung für die Erhöhungs­beiträge seiner privaten Renten­versicherung mit Dynamik. Und macht klar, auf was sich neue Kunden einstellen müssen.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 4/2020.

Drehen an der Garantie

Für Neuverträge wird der Garan­tiezins ab 2021 wohl sinken. Versicherungs­mathematiker schlagen eine Senkung von derzeit 0,9 Prozent auf 0,5 Prozent vor. Der Garan­tiezins ist wichtig für Kunden mit einer klassischen Police, weil die Versicherer mit ihren Kapital­anlagen angesichts nied­riger Zinsen kaum noch Zins­über­schüsse für ihre Kunden erwirt­schaften. An den Garan­tieverpflichtungen ist jedoch nicht zu rütteln. Unser Fall­beispiel zeigt, dass Versicherer Stell­schrauben suchen, um selbst in bestehenden Verträgen an der Garantie zu drehen. Auch Kunden mit einem Riester-Vertrag sind betroffen.

Dieses Thema ist im Mai 2018 erschienen und wurde am 17. März 2020 voll­ständig aktualisiert.

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