Die Lebensversicherer müssen die Verbraucher künftig besser aufklären. Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV) in Bonn hat Mindeststandards für Modellrechnungen festgelegt, die Lebensversicherungsunternehmen potenziellen Kunden vor Vertragsschluss üblicherweise vorlegen. "Die Unternehmen müssen sofort reagieren. Hält sich ein Versicherer auch künftig nicht an die Vorgaben, werden wir einschreiten", sagte Elke Washausen-Richter, Sprecherin des BAV.

Das BAV verlangt jetzt beispielsweise, dass alle Informationen in gleich großer Schrift gedruckt werden, also auch Hinweise darauf, dass eine prognostizierte Überschussbeteiligung nicht garantiert ist. Außerdem dürfen Lebensversicherer die Entwicklung der Überschussbeteiligung künftig nur für maximal zwei Jahre ab Vertragsschluss prognostizieren. Angaben über längere Zeiträume müssen als Hypothesen bezeichnet werden. Begriffe wie "Hochrechnung", die eine nicht vorhandene Sicherheit der Voraussagen suggerierten, dürfen nicht mehr vorkommen.

Das BAV schreibt weiter vor, dass die Unternehmen künftig vorrangig die Rendite angeben sollen, die sich ergibt, wenn nur die garantierte Leistung zugrunde gelegt wird.

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