Lebens­versicherung Meldung

Ab Juli 2018 müssen Versicherungs­unternehmen ihre Kunden einmal im Jahr umfassender als bisher informieren.

Versicherungs­unternehmen müssen Kunden künftig besser über den Stand ihrer Lebens­versicherung und privaten Renten­versicherung informieren. Sie müssen zwar schon jetzt allen Kunden eine jähr­liche Stand­mitteilung mit Informationen zum Vertrag schi­cken. Doch ab Juli 2018 müssen alle Mitteilungen genauere Angaben enthalten. Der Bundes­tag hat das Versicherungs­vertrags­gesetz geändert und den Versicherern strengere Vorgaben gemacht. test.de informiert.

Über­schüsse

Neu ist, dass der Versicherer dem Kunden mitteilen muss, wie hoch die Über­schüsse sind, die bereits jetzt garan­tiert sind, und wie hoch der Teil ist, der noch nicht fest­steht, weil er von der künftigen Entwick­lung des Kapitalmarktes abhängig ist.

Rück­kaufs­wert

Der Versicherer ist jetzt verpflichtet, in der Stand­mitteilung den aktuellen Rück­kaufs­wert zu nennen. Das ist der Betrag, den der Kunde bekommt, wenn er seinen Vertrag kündigt. Auch muss das Unternehmen darüber informieren, wie hoch die Auszahlung am Ende der Vertrags­lauf­zeit ist, wenn der Kunde seinen Vertrag jetzt beitrags­frei stellt.

Todes­fall­leistung

Wenn der Versicherte stirbt, haben seine Hinterbliebenen Anspruch auf einen bestimmten Betrag. Der Versicherer muss in der Stand­mitteilung informieren, wie viel Geld sie bekommen, wenn der Versicherte jetzt stirbt.

Auch für Riester-Kunden

Die neuen Rege­lungen zur Stand­mitteilung gelten für alle bestehenden Verträge. Dazu gehören auch Riester- und Rürup-Policen sowie Direkt­versicherungen und Pensions­kassen. Bei ab 1. Juli 2018 neu abge­schlossen Verträgen muss das Versicherungs­unternehmen in künftigen Stand­mitteilungen zusätzlich auch die Summe der bisher vom Kunden gezahlten Beiträge nennen.

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