Kunden von Lebensversicherern, die ihre laufenden Verträge verkaufen wollen, haben es seit Beginn der Finanzkrise viel schwerer, einen Käufer zu finden. Die Policenhändler des Bundesverbands Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) kauften im Jahr 2008 nur noch Verträge für 500 Millionen Euro an. 2007 gaben sie noch 1,4 Milliarden Euro für Policen aus.

Das Interesse der Policenhändler hat nachgelassen, weil sie die Verträge nur noch schwer an Fondsgesellschaften weiterverkaufen können. Diese Gesellschaften fassen gebrauchte Policen in Fonds zusammen und verkaufen Anteile an Anleger. Ihr Geschäft leidet unter der Krise.

Außerdem finanzieren die Policenhändler den Aufkauf von Lebensversicherungen großenteils auf Pump und müssen für diese Kredite zurzeit mehr Zinsen zahlen. Je höher die Zinsen, desto niedriger ist ihre Gewinnspanne.

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