Lebensversicherung Meldung

Ab Mitte 2008 werden ­Lebensversicherungen für Kunden transparenter.

Lebensversicherungsgesellschaften müssen ihren Kunden bald die gesamten Abschluss- und Verwaltungskosten ihres Vertrags offenlegen. Die kurz vor Weihnachten vom Bundesjustizministerium erlassenen Informationspflichtenverordnung betrifft sowohl neue als auch laufende Verträge.

Die neuen Regeln gelten ab 1. Juli 2008. Spätestens ab diesem Termin müssen die Standmitteilungen, die Kunden jährlich zu ihrem Vertrag bekommen, viel aussagekräftiger als bisher sein.

  • Kosten. Die Versicherer müssen ihren Kunden mitteilen, wie viel vom Beitrag für die Kosten abgezogen wird. Er muss die Kosten in Euro und Cent nennen. Allerdings erfährt der Kunde nicht, wie viel davon der Vermittler bekommt und wie viel beim Versicherer bleibt.
  • Überschüsse. Die Unternehmen müssen den Kunden erläutern, wie sie ihre Überschüsse berechnen und wie sie Kunden daran beteiligen.
  • Rückkaufswerte. Kündigt ein Kunde seine Versicherung, erhält er den Rückkaufswert. Die Höhe des Wertes zu verschiedenen Zeiten muss der Versicherer ihm unaufgefordert mitteilen.
  • Mindestversicherungsbetrag. Die Versicherer müssen den Kunden mitteilen, wie hoch der Mindestversicherungsbetrag ist, wenn die Versicherung beitragsfrei gestellt oder der Beitrag reduziert wird.
  • Fonds. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen muss der Versicherer über die zugrunde liegenden Fonds und die Art der darin enthaltenen Vermögenswerte informieren.

Tipp: Sie können die Rendite Ihres laufendes Vertrags nun leichter selbst berechnen. Alle nötigen Vertragsdaten erfahren Sie künftig aus Ihrer aktuellen Standmitteilung. Bisher mussten viele Kunden den aktuellen Rückkaufswert erst bei ihrem Versicherer erfragen. Den Rechner finden Sie unter www.test.de/kapitalleben.

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