Droht einem Lebens­versicherer die Pleite, müssen seine Kunden höchs­tens auf 5 Prozent ihrer garan­tierten Leistungen verzichten. „Für den Extremfall einer Auffang­lösung durch den Sicherungs­fonds stehen nur 5 Prozent der Garan­tieleistung im Feuer, da die staatliche Aufsichts­behörde Bafin diese maximal um 5 Prozent kürzen darf“, erläutert Finanz­wirt­schafts-Professor Hermann Weinmann von der Hoch­schule Ludwigs­hafen. Mehr erlaubt das Versicherungs­aufsichts­gesetz nicht. Die Bafin kann auch fest­legen, dass Kunden ihren Vertrag nicht vorzeitig beenden dürfen. Die Bafin ordnet die Über­tragung des Bestands auf den Sicherungs­fonds Protektor an. Dieser führt die Verträge fort.

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