Direktversicherung: Gelegenheit für Gutverdiener

Mit dem Alterseinkünftegesetz sollen Beiträge zu Direktversicherungen für die be­triebliche Altersvorsorge steuerfrei ge­stellt werden. Das wird aber mit ei­nem Nachteil bezahlt: Ab 2005 ab­ge­­schlos­sene Policen müssen in der Regel als Rente ausgezahlt werden und sind dann voll zu versteuern. Für einige Kunden kann es daher lohnen, nach den al­ten Spielre­geln abzuschlie­ßen: Arbeitnehmer mit hohen Einkom­men profi­tie­ren am meisten von der Alt­förde­rung, die noch für alle bis zum Jahresende abgeschlos­­se­nen Verträge gilt. Unterm Strich holen sie mit einer Direktversi­che­­­­rung leicht einige Tausend Euro mehr heraus als mit einem privaten Vertrag, vor allem wenn sie privat krankenversichert sind.

Das Prinzip bisher: Der Beschäftigte wandelt jährlich bis zu 1 752 Euro seines Gehalts in eine Direktversi­che­rung um. Dafür zahlt er nur rund 21 Prozent Pauschalsteuer und bis 2008 keine Sozialabgaben, wenn er die Prämie aus Einmalzahlungen wie dem Weihnachtsgeld abzweigt. Das ist umso günstiger, je höher sein Steuer­satz liegt. Lässt er sich am Vertragsende das Geld als Einmalbetrag auszahlen, ist das steuerfrei. Erfolgt die Auszahlung als Mo­natsrente, wird sie nur ge­ring be­steuert. Ein Teil der Kapitalab­findung geht an die Kranken- und Pflegekasse. Privat krankenversicherte Be­triebsrent­ner kommen ungeschoren davon.

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