Lebensversicherer dürfen ihren Kunden nicht unterschiedliche Gesamtverzinsungen geben. Für 2004 schrieben einige Gesellschaften Neuverträgen mehr gut als bestehenden Verträgen. Begründung: Altverträge hätten den Vorteil, dass der garantierte Zins höher ist. Er lag bis Mitte 1986 bei 3 Prozent, bis Mitte 1995 bei 3,5 Prozent, bis 30. Juni 2000 bei 4 Prozent, bis Ende 2003 bei 3,25 Prozent und seit 2004 bei 2,75 Prozent. Die Gesamtverzinsung besteht aus dem Garantiezins und der jährlich neu festgelegten Überschussbeteiligung. Die Versicherer müssen nun nachträglich für Gleichbehandlung sorgen. Denkbar ist eine Sondergutschrift – entweder einmalig oder über mehrere Jahre gestreckt.

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