Lebensversicherung Meldung

Viele Kunden, die eine Lebensversicherung gekündigt oder beitragsfrei gestellt haben, können Geld zurückfordern. Die Klauseln zum Stornoabzug sind intransparent, urteilte das Hanseatische Oberlandesgericht gegen Deutscher Ring, Ergo (Hamburg-Mannheimer), Generali (Volksfürsorge) und Iduna. Gleiche Klauseln verwenden fast alle Versicherer. Zuvor hatte der Bundesgerichtshof die bis Herbst 2001 verwendeten Klauseln gekippt. Die Versicherer änderten sie danach – aber unzureichend, entschied nun das Gericht. Wer kündigt, erhält noch immer einen zu kleinen Teil der Beiträge zurück (Az. 9 U 233/09).

Tipp: „Betroffene Kunden sollten ihre Ansprüche anmelden“, rät Juristin Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg, die die Urteile erstritt. Kündigungen vor 2005 sind schon verjährt. Fälle aus den Jahren 2005, 2006 und 2007 droht bald Verjährung. Musterbriefe finden Sie unter www.vzhh.de.

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