Die Heidel­berger Lebens­versicherung und die Generali Lebens­versicherung haben ihre Kunden nicht korrekt über ihr Recht auf Wider­spruch gegen den Vertrags­schluss hingewiesen. Diese Auffassung vertreten das Ober­landes­gericht Oldenburg im Fall der Heidel­berger Lebens­versicherung und die Verbraucherzentrale Hamburg im Fall der Generali.

Beide Versicherungs­unternehmen gehören mitt­lerweile zur Abwick­lungs­gesell­schaft Viridium, die keine neuen Kunden mehr annimmt. Das Gericht verurteilte die Heidel­berger Lebens­versicherung, einem Kunden mit einer Fonds­police seine einge­zahlten rund 68 000 Euro Beiträge zurück­zuzahlen. Sie habe bei Vertrags­schluss nicht darauf hingewiesen, dass der Kunde noch schriftlich wider­sprechen kann (Az. 5 U 80/19).

Einen ähnlichen Mangel sieht die Verbraucherzentrale Hamburg bei der Generali Lebens­versicherung. Laut Belehrung konnte ein Kunde seinen Wider­spruch nur per Brief und nicht per E-Mail erklären. Außerdem fehlte der Hinweis, dass zur Wahrung der Frist das recht­zeitige Absenden des Widerrufs genüge. Deshalb hat die Verbraucherzentrale den Versicherer abge­mahnt. Darauf­hin hat die Generali den Vertrag rück­abgewickelt.

Tipp: Ausführ­liche Informationen zur möglichen Rück­abwick­lung von Kapital­lebens- und privaten Renten­versicherungen lesen Sie in unseren kostenlosen FAQ Lebensversicherung rückabwickeln.

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