Versicherte sollten das Bezugs­recht ihrer Lebens­versicherung eindeutig formulieren, so das Ober­landes­gericht Hamm (Az. 20 W 20/16). Ein Mann hatte in seiner Police für seinen Todes­fall seine „Eltern; bei Heirat Ehegatte“ begüns­tigt. Da der Verstorbene geschieden war, zahlte die Versicherungs­gesell­schaft die Summe an die Eltern aus. Richtig, urteilte das Gericht. Die Scheidung habe das Bezugs­recht der Eltern wieder aufleben lassen. Dagegen geklagt hatte die nicht eheliche Tochter des Verstorbenen, die als Allein­erbin die Versicherungs­leistung für sich bean­spruchte.

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