Lebensversicherung Meldung

Mit 2,25 Prozent fällt der Garantiezins auf das bisher niedrigste Niveau.

Mit 2,25 Prozent fällt der Garantiezins auf das bisher niedrigste Niveau.

Während am Kapitalmarkt die Zinsen steigen, wird der Garantiezins in der Lebensversicherung ab dem 1. Januar 2007 von jetzt 2,75 Prozent auf dann 2,25 Prozent gesenkt. Der Höchstrechnungszins, wie er korrekt heißt, fällt damit auf sein bisher niedrigstes Niveau. Bei zuvor begonnenen Verträgen bleibt der Zins bei seiner bei Vertragsschluss geltenden Höhe.

Wer aber ab 2007 einen Vertrag abschließt, bekommt fürs gleiche Geld weniger Leistung garantiert. Bei 20 Jahren Laufzeit macht das im Vergleich zu einem Vertrag mit dem jetzigen Garantiezins von 2,75 Prozent rund 5 Prozent weniger Garantieleistung aus, bei 12 Jahren Laufzeit rund 3 Prozent. Je länger ein Vertrag läuft, desto stärker kommt durch den Zinseszinseffekt ein Zinsunterschied zum Tragen.

Der Garantiezins wird an der Umlaufrendite der Euro-Staatsanleihen im Schnitt der letzten zehn Jahre bemessen. Er soll sich auf rund 60 Prozent dieser Rendite belaufen und Versicherer damit an überzogenen garantierten Zusagen hindern.

Die Zinssenkung hatte die Deutsche Aktuarvereinigung, ein Zusammenschluss von Mathematikern der Lebensversicherer, nach der langen Niedrigzinsphase empfohlen. Festgesetzt wird der Garantiezins aber vom Bundesfinanzministerium.

Der Garantiezins wird nur auf den Sparanteil des Beitrags zugesagt. Auf die Einzahlungen gerechnet fällt die garantierte Rendite viel niedriger aus. Denn der Sparanteil ist nur der Beitragsanteil, der nach Abzug der kalkulierten Kosten und der Kosten für die Versicherungsleistung übrig bleibt. Bei Versicherern mit hohen Kosten dürfte sich die garantierte Rendite auf den gesamten Beitrag besonders bei Verträgen mit kurzen zwölf Jahren Laufzeit stark der Null nähern.

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