Lebens­versicherung Meldung

Von den 87,6 Milliarden Euro Beiträgen der Kunden von Lebens­versicherungs­unternehmen sind 7,1 Milliarden Euro für Abschluss­kosten drauf­gegangen. Dies entspricht 8,1 Prozent der Beiträge, wie aus der Statistik der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht für das Jahr 2015 hervorgeht.

Die Aufwendungen für den Vertrags­abschluss, vor allem Provisionen, aber auch beispiels­weise Kosten für die Vertrags­dokumentation, sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.

Von den zehn Gesell­schaften mit den höchsten Beitrags­einnahmen hat die Debeka Leben mit 4,9 Prozent die nied­rigste Abschluss­kostenquote, die Aachen Münchener Lebens­versicherung mit 11,1 Prozent die höchste. Die Allianz Leben, der mit Abstand größte Lebens­versicherer in Deutsch­land, verwendet 6,9 Prozent der einge­nommenen 16,5 Milliarden Euro Beiträge für Abschluss­kosten.

Im Vergleich zu 2014 sind die Abschluss­kosten im Jahr 2015 nur um 0,4 Prozent­punkte zurück­gegangen. Aus der Absicht der Bundes­regierung, mit dem Lebens­versicherungs­reformgesetz, das seit August 2014 gilt, auch die Abschluss­kosten signifikant zu senken, ist bisher also keine Wirk­lich­keit geworden. Eine absolute Ober­grenze für die Abschluss­kosten gibt es auch weiterhin nicht. Die Versicherer dürfen sie inner­halb der ersten fünf Jahre vom Beitrag der Kunden abziehen. Diese sparen in dieser Zeit also nur wenig Kapital an.

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