Check­liste: So fordern Sie Ihr Geld zurück

Wer einen Anspruch hat. Kunden von Allianz, Deutscher Ring, Generali, Ergo, Signal Iduna oder deren Töchtern bekommen Geld nachgezahlt, wenn sie ihre Lebens­versicherung beitrags­frei gestellt oder vorzeitig gekündigt haben. Voraus­setzung: Es handelt sich um eine klassische Kapital­lebens­versicherung, eine klassische private Renten­versicherung oder eine fonds­gebundene Renten­versicherung, die Kunden zwischen Mitte 2001 und Ende 2007 abge­schlossen hatten. Entsprechende Klauseln in früher geschlossenen Verträgen – ab Ende Juli 1994 – hatte der Bundes­gerichts­hof (BGH) bereits 2005 für unzu­lässig erklärt. Kunden erhalten somit auch Geld vom Versicherer, wenn sie ihren Vertrag ab Mitte 1994 geschlossen haben und jetzt kündigen.

Welche Fristen gelten. Die Ansprüche auf Nach­schlag verjähren drei Jahre nach Vertrags­ende. Kunden, die im Jahr 2010 ihre Lebens­versicherung gekündigt haben, müssen ihrem Versicherer in diesem Jahr schreiben und Geld nach­fordern. Wer vor 2010 gekündigt hat, behält nur dann seine Ansprüche, wenn er seinen Versicherer inner­halb der Verjährungs­frist schriftlich zu Nach­zahlungen aufgefordert hatte. Auch eine Beschwerde beim Versicherungs­ombuds­mann unterbricht die Verjährung.

Wer auch Geld zurück­fordern sollte. Jeder, der die Voraus­setzungen erfüllt, sollte Geld nach­fordern, auch wenn sein Versicherer noch kein Urteil kassiert hat. Die meisten haben sehr ähnliche Klauseln verwendet. Jedem Kunden steht die Rück­zahlung der Storno­gebühr zu. Nach­zahlungen aus dem Rück­kaufs­wert fallen umso höher aus, je weniger Geld Kunden bisher erhalten haben.

Tipp: Fordern Sie Ihr Geld schriftlich zurück. Im Netz finden Sie einen Muster­brief für 90 Cent unter www.vzhh.de. Sie haben Anspruch auf klare Auskunft darüber, wie sich die Auszahlung nach Vertrags­kündigung genau berechnet.

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