Lebens­mittel­verschwendung

Tipps

Inhalt
  1. Überblick
  2. Tipps
  • Planen. Planen Sie die Mahl­zeiten für die nächsten Tage, schreiben Sie einen Einkaufzettel. So vermeiden Sie zu viel und auch unnötige Lebens­mittel im Einkaufs­korb.
  • Obst und Gemüse lagern. Für Äpfel und Kartoffeln wären kühle Vorrats­kammern ideal. Lagern Sie Äpfel, Birnen und Tomaten separat. Sie dünsten das Reifehormon Ethylen aus, das andere Früchte in der Nach­barschaft vorzeitig verderben kann. Tomaten und Gurken verlieren im Kühl­schrank ihr Aroma, Zucchini und Auberginen bekommen braune Stellen.
  • Empfindliche Milch- und Fleisch­produkte kühlen. Bei Zimmertemperatur verderben Fleisch, Fisch, Wurst und Milch­produkte schnell. Sie sollten möglichst schnell nach dem Einkauf in den Kühl­schrank. Achten Sie beim Einräumen auf die verschiedenen Zonen im Kühl­schrank: Am kältesten ist es auf der unteren Glasplatte. Der Kühl­schrank sollte nicht zu voll sein, sonst kann die Luft nicht mehr zirkulieren.
  • Brot vor Schimmel schützen. Lagern Sie Brot bei Zimmertemperatur in einem krümelfreien Brot­kasten oder Tontopf mit Deckel. Es hält sich auch in einer sauberen Kunst­stoff­tüte, wird dann aber schnell weich. Je mehr Roggen, Schrot oder Sauerteig ein Brot enthält, desto länger bleibt es frisch. Brot lässt sich prima bis zu drei Monate einfrieren – am besten in Scheiben geschnitten. Dann können Sie es gefroren in den Toaster stecken. Brot schmeckt dann fast wie frisch.
  • Mehr einfrieren. Einfrieren verzögert den Verderb. Schi­cken Sie Kaffee, Tee, Nüsse, Kräuter, Brot und Butter ruhig ins Eis. Auch Reste von Mahl­zeiten halten sich dort.
  • Angebrochenes prüfen. Vertrauen Sie Ihren Sinnen. Schauen, riechen, schme­cken – das reicht normaler­weise, um verdorbene Lebens­mittel aufzuspüren.
  • Kreativ mit Resten kochen. Seien Sie kreativ und verwandeln Sie Reste in neue Gerichte – so können Sie zum Beispiel aus altem Brot einen Brot-Salat zubereiten.
  • Halt­barkeits­frist hinterfragen. Verstehen Sie das Mindest­halt­barkeits­datum (MHD) als Güte­garantie. Der Hersteller gewährt damit, dass sein Produkt mindestens bis dahin in Ordnung sein soll. Danach verdirbt es meist nicht schlag­artig – das betrifft vor allem gereifte Milch­produkte wie Jogurt, Quark, Sauerrahm, Kefir und Frisch­käse. Trockene Lebens­mittel wie Reis und Nudeln halten nahezu unbe­grenzt. Nur als Voll­korn­variante verderben sie schneller, weil die fett­haltigen Rand­schichten und der Keimling ranzig werden können. Bei empfindlicher Ware wie Fisch, Wurst und Milch kann die Keimbelastung am MHD hoch sein.
  • Verbrauchs­datum ernst nehmen. Anders als das MHD markiert das Verbrauchs­datum einen Schluss­punkt. Es steht auf sehr leicht Verderb­lichem wie Frisch­fleisch, Rohmilch und Fisch. Dieses Datum sollten Sie daher sehr ernst nehmen.
  • Noch mehr Tipps. Noch ausführ­lichere Tipps, wie Sie weniger Lebens­mittel verschwenden finden Sie in den Reports der Stiftung Warentest Nicht gleich wegwerfen und Von Oma lernen.

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Lalelu86 am 14.03.2012 um 08:33 Uhr
Privathaushalte?

Privathaushalte sollen ja angeblich mehr wegwerfen, als Supermärkte. Was ist denn mit den Bäckerreien?
Ich kann mich an eine Reportage erinnern, wo eine Bäckerreifachverkäuferin täglich mehrere Kilo Backwaren weggeworfen hat. Der Grund? Die Regale müssen bis um Ende voll sein, sonst bleiben die Kunden fern, Kunden verlangen volle Regale?
Allein das kann doch schon nicht sein!