Frank­reich will die Lebens­mittel­verschwendung per Gesetz unterbinden. Die Regierung schreibt Supermärkten ab einer Verkaufs­fläche von 400 Quadrat­metern nun vor, nicht verkaufte Lebens­mittel an karitative Einrichtungen zu spenden, sie als Tierfutter oder als Kompost für die Land­wirt­schaft zu nutzen. Der französische Groß­handel wendet ein, dass nur 5 Prozent der vorzeitig weggeworfenen Lebens­mittel auf sein Konto gingen. Privathaushalte und Restaurants sollen in Frank­reich für 75 Prozent der verschwendeten Lebens­mittel verantwort­lich sein. Jeder Franzose vergeudet durch­schnitt­lich 20 bis 30 Kilogramm im Jahr. Die Deutschen sind schlimmer: Pro Kopf landen im Jahres­schnitt 82 Kilogramm im Müll, so das Bundes­ministerium für Ernährung. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte, dass es keine gesetzlichen Maßnahmen wie in Frank­reich plane, sondern auf Freiwil­ligkeit wie Spenden setze.

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