Lebens­mittel­verschwendung Meldung

Viele Lebens­mittel landen unnötig im Müll. Pro Jahr sind es in deutschen Privathaushalten fast 7 Millionen Tonnen. Mit Reste­rechnern, Tausch­portalen und Rezepte-Apps kann man dagegen ankämpfen.

Kampagne schärft Bewusst­sein

Im März 2012 startete das Bundes­ministerium für Verbraucher­schutz die Kampagne „Zu gut für die Tonne“. Das Ziel: Darauf aufmerk­sam machen, dass pro Jahr in deutschen Privathaushalten fast 7 Millionen Tonnen Essen im Müll landen – rund 82 Kilogramm pro Kopf. Gut die Hälfte davon wäre noch essbar. Die Kampagne hat Wirkung gezeigt, wie eine Umfrage Ende vergangenen Jahres belegte: Rund 13 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihr Verhalten inzwischen geändert haben. Gut jeder Dritte sieht sich außerdem selbst verantwort­lich dafür, Essens­abfälle zu reduzieren.

Rechner zeigt Verluste auf

Wer Essen wegwirft, verschwendet Geld und Energie. Wie viel genau, das lässt sich auf www.resterechner.de kalkulieren. Der Rechner der Verbraucher Initiative offen­bart: Wer etwa 400 Gramm Hähn­chen­fleisch entsorgt, wirft 1,80 Euro weg. Mit der Energie, die für Herstellung, Trans­port und Lagerung des Fleischs benötigt wurde, hätte er fast 5-mal Wäsche waschen können.

App lädt zum Reste-Essen

Lebens­mittel­verschwendung Meldung

Viele Rezept-Webseiten und -Apps erklären, wie Essens­reste kreativ zweit­verwertet werden können. Bekannte Köche wie Christian Rach und Tim Mälzer haben etwa die App „Zu gut für die Tonne“ mit Rezepten bestückt. Ihre Tipps: Wer Spagetti übrig hat, macht daraus Frittata. Wer Brot übrig hat, macht daraus Knödel oder Brotsalat.

Portal bietet Gratisessen

Wer über­schüssiges Essen im Kühl­schrank hat, kann es mit anderen teilen. Auf www.foodsharing.de bieten Leute Lebens­mittel­reste für andere kostenlos an: vom Babybrei über vegane Produkte bis zu Oliven und Back­zutaten. Jeder kann Angebote in seiner Stadt recherchieren und sich verabreden.

Tipp: Planen Sie Ihren Einkauf und die Mahl­zeiten für die Woche – dann bleibt Über­flüssiges im Laden. Lagern Sie Lebens­mittel je nach Produkt kalt, dunkel oder bei Raum­temperatur – so halten sie länger. Und säubern Sie den Kühl­schrank regel­mäßig. Das schützt vor Verderb durch Keime.

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