Lebensmittelverpackungen Schützende Atmosphäre

23.01.2003

Immer seltener sieht man ihn im Kühlregal, den vakuumverpackten Aufschnitt mit den durch Luftentzug leicht gequetschten Scheiben. Statt dessen präsentieren sich Mortadella, Schinken und Co. locker verpackt – und damit deutlich appetitlicher als früher.

Dass sie trotzdem lange haltbar sind, ist Schutzgasen in der Verpackung zu verdanken. Auf dem Etikett steht dann: „unter Schutzatmosphäre verpackt“. Hinter dieser feinen Umschreibung verbirgt sich ein unschädlicher Mix von Sauerstoff, Stickstoff und/oder Kohlendioxid, der je nach Lebensmittel unterschiedlich zusammengesetzt wird. Kohlendioxid zum Beispiel hemmt das Wachstum der meisten Bakterien, Sauerstoff ist gut für die Fleischfarbe. Mittlerweile werden Salate, Käsescheiben, sogar Spargel oder Erdbeeren „unter Schutzatmosphäre verpackt“. Und Hackfleisch, das nach alter Küchenregel nur einen Tag haltbar ist, kann dank der Gase gut gekühlt ein paar Tage auf den Verzehr warten, wenn es superhygienisch produziert wurde.

23.01.2003
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