Kein ängst­liches Schnuppern mehr – in Zukunft könnte die Verpackung dem Verbraucher mitteilen, ob ein Lebens­mittel noch essbar ist. Intelligente Etiketten machen es möglich. Sie zeigen zum Beispiel an, ob die Kühlkette unterbrochen wurde. Ein Label der Firma Bizerba zum Beispiel soll immer blasser werden, je länger das Produkt einer zu hohen Temperatur ausgesetzt ist. Ein anderes Etikett – entwickelt von Wissenschaft­lern des Technologie-Transfer-Zentrums Bremerhaven – färbt sich bei steigender Keimzahl von grün nach rot. Beide Etiketten sind markt­reif, aber in deutschen Supermärkten bisher nicht zu finden. „Laut Handel ist das Verhalten der Endkunden nicht einzuschätzen“, sagt Marc Bütt­genbach von Bizerba. Die Befürchtung: mehr Reklamationen und die ungeklärte Frage, wer schuld ist. Denn auch der Kunde kann die Kühlkette unter­brechen, wenn er seinen Einkauf im warmen Auto heimfährt.

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