Ein nied­riger Preis als Kriterium beim Kauf von Lebens­mitteln könnte an Bedeutung verlieren. Anzeichen dafür finden sich in der Studie „Consumers’ Choice 2013“, für die 30 000 Haushalte in Deutsch­land befragt wurden. So steigt die Zahl der Kunden, die nach eigener Aussage bereit sind, aus mora­lisch-ethischen Gründen mehr Geld für Essen auszugeben – etwa für Bio-, fair gehandelte und regionale Produkte. Laut Studie gehören 14 Prozent der Deutschen zur Gruppe von Kunden, die genießen wollen und zugleich konsequent Wert auf Nach­haltig­keit legen („Lohas“). Weitere 12 Prozent eifern ihnen nach. Sollten beide Gruppen weiter wachsen, hat das Folgen für die Industrie: Diese Käufer­typen lehnen über­durch­schnitt­lich oft Konservierungs­stoffe ab oder kaufen Frisch- statt Tiefkühl­kost. Sie geben rund 16 Prozent mehr für Essen aus als normale Haushalte, bei Obst und Gemüse gar 60 Prozent. Die „Consumers’ Choice“-Studie erhebt die Gesell­schaft für Konsumforschung im Auftrag der Bundes­ver­einigung der Ernährungs­industrie.

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