Lebens­mittel­abfälle Meldung

Rund elf Millionen Tonnen Lebens­mittel landen in Deutsch­land jedes Jahr auf dem Müll. Gegen die oft vermeid­bare Verschwendung werden immer mehr Menschen aktiv – allein, in Gruppen oder Vereinen. Das Bundes­ministerium für Ernährung und Land­wirt­schaft zeichnet die besten Ideen und Projekte aus. Bis zum 30. September läuft die Bewerbungs­frist noch. Unabhängig vom Wett­bewerb gilt: Jeder einzelne kann im kleinen Stil verhindern, dass Essen im Abfall landet.

Ein Preis für Vorbilder und Nach­ahmer

Lebens­mittel­abfälle Meldung

Bereits zum zweiten Mal verleiht das Bundes­ministerium für Ernährung und Land­wirt­schaft den „Bundes­preis für Engagement gegen Lebens­mittel­verschwendung“. Unternehmen, Vereine, Nicht­regierungs­organisationen (NGOs) und Privatleute, die sich in diesem Bereich in besonderer Weise stark machen, können sich noch bis zum 30. September bewerben. Den Titelgewinnern soll die Chance geboten werden, sich in der breiteren Öffent­lich­keit bekannt zu machen, als Vorbild zu dienen und Nach­ahmer anzu­regen. Ausgezeichnet wurden im vergangenen Jahr etwa Händler, Restaurants oder Initiativen, die Lebens­mittel in optimaler Weise verarbeiten und ihre Kunden zum Nach­denken bringen. Doch auch wer bisher nur eine gute Idee hat und für deren Umsetzung noch finanzielle Unterstüt­zung sucht, kann mitmachen: Ausgeschrieben ist auch ein Förderpreis in Höhe von 3 000 Euro. Ausführ­liche Informationen und die Bewerbungs­unterlagen gibt es beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Jeder kann etwas tun – auch zu Hause

Der Wett­bewerb findet statt im Rahmen der seit 2012 laufenden Kampagne „Zu gut für die Tonne!“. Mit ihr will das Bundes­ministerium auf die Problematik aufmerk­sam machen und Wege finden, die Abfall­mengen bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Die meisten Lebens­mittel landen dabei in den Privathaushalten im Müll: rund 6,7 Millionen Tonnen jähr­lich. Das ergab eine Studie der Universität Stutt­gart, gefördert durch das Bundes­ministerium für Ernährung und Land­wirt­schaft. Mit wenig Aufwand wäre diese Menge leicht zu reduzieren. Wer sich an folgende Tipps hält, seine Lebens­mittel richtig kauft und lagert, schont nicht nur Umwelt und Ressourcen, sondern auch den eigenen Geldbeutel.

  • Planung. Planen Sie Ihren Einkauf und die Mahl­zeiten für die Woche mit etwas Voraus­schau – dann landet Über­flüssiges gar nicht erst im Einkaufs­korb, sondern bleibt gleich im Laden.
  • Lagerung. Lagern Sie Lebens­mittel richtig: Je nach Produkt kalt, dunkel oder bei Raum­temperatur – so halten sie länger.
  • Kühl­schrank. Behalten Sie im Kühl­schrank den Über­blick, säubern Sie ihn regel­mäßig gründlich. Das schützt vor Verderb durch Keime. Wie Sie Ihren Kühl­schrank richtig einräumen, sehen Sie in unserem Video. Was Sie in der Küche sonst noch beachten sollten, um die Ausbreitung von Keimen zu verhindern, lesen Sie in unserem Special Hygiene in der Küche.
  • Mindest­halt­barkeits­datum. Prüfen Sie Lebens­mittel, deren Mindest­halt­barkeits­datum abge­laufen ist: Riechen Sie daran, kosten Sie, betrachten Sie die Konsistenz. Ist es tatsäch­lich bereits verdorben? Das Mindest­halt­barkeits­datum (MHD) bedeutet: Das Produkt soll bis zu diesem Datum in Ordnung sein. Danach verdirbt es nicht schlag­artig, sollte also noch länger genieß­bar sein – wenn auch möglicher­weise mit Qualitäts­abstrichen. Die Gesundheit gefährdet das nicht, solange kein Schimmel auftritt und Dosen sich nicht wölben. Vor allem trockene Produkte wie Nudeln oder Reis sind oftmals auch nach Ablauf der angegebenen Frist durch­aus noch genieß­bar. Vorsicht aber bei frischem Fleisch und Fisch!
  • Verbrauchs­datum. Anderes gilt beim Verbrauchs­datum: „Zu verbrauchen bis ...“ muss auf der Verpackung von sehr leicht verderb­lichen Lebens­mitteln wie Rohmilch und Hack­fleisch stehen. Nehmen Sie das Datum ernst, verzichten Sie danach auf den Verzehr, die Ware könnte verdorben sein. Anders als beim MHD darf sie nach Ablauf nicht mehr verkauft werden.

Newsletter: Bleiben Sie auf dem Laufenden

Mit den Newslettern der Stiftung Warentest haben Sie die neuesten Nach­richten für Verbraucher immer im Blick. Sie haben die Möglich­keit, Newsletter aus verschiedenen Themen­gebieten auszuwählen.

test.de-Newsletter bestellen

Dieser Artikel ist hilfreich. 3 Nutzer finden das hilfreich.