Tipps

  • Etiketten-Wirr­warr. Auch wenn viele Etiketten auf Lebens­mitteln von „Stevia“ sprechen: Bisher sind in der EU nur Steviolglykoside, die süßenden Stoffe aus der Steviapflanze zugelassen. Sie gelten als Zusatz­stoff und haben das Kürzel E 960. Die Blätter der Steviapflanze hingegen dürfen nach wie vor nicht zum Süßen von Lebens­mitteln verwendet werden.
  • Besonderheit mit Stevia-Tee. Die Molkerei Andechser hat vor Gericht erkämpft, ihre Jogurts mit Stevia-Tee süßen zu dürfen. Dabei handelt es sich um wäss­riges Extrakt aus den Stevi­ablättern. Auch dieser Jogurt ist Teil des Neuheiten-Tests.
  • Vor- und Nachteile. Steviolglykoside bringen eine enorme kalorienfreie Süßkraft mit. Außerdem sind sie leicht wasser­löslich, koch- und back­fest sowie in Lebens­mitteln lange halt­bar. Anders als Kristall­zucker greifen sie nicht die Zähne an. Dafür verfügen sie nicht über die konservierende Wirkung von Zucker, sind also etwa fürs Marmelade-Einkochen nicht ideal. Und wer beim Backen Teig damit süßt, muss auf Masse verzichten.
  • Alternative für Diabetiker. Mit Steviolglykosiden gesüßte Lebens­mittel sind auch für Diabetiker geeignet. Ein Frei­fahrt­schein für Süßes ist der neue Süßstoff aber nicht. Konkret heißt das: Kuchen und andere Süßig­keiten sollten Diabetiker weiterhin in Maßen verzehren.
  • Schutz vor Über­dosierung. Die Europäische Behörde für Lebens­mittel­sicherheit, Efsa, hat die Steviolglykoside als gesundheitlich unbe­denk­lich einge­stuft. Aus Efsa-Sicht gelten sie als sicher, wenn Verbraucher nicht mehr als 4 Milligramm Steviolglykoside pro Kilogramm Körpergewicht am Tag aufnehmen.

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