Kunden mit einer Kapital­lebens- oder einer privaten Renten­versicherung, die ihren Beitrag monatlich statt jähr­lich im Voraus über­weisen, zahlen erheblich mehr – und dabei bleibt es nach einem Urteil des Bundes­gerichts­hofs auch(Az. IV ZR 230/12). Bei diesen Ratenzahlungs­zuschlägen, die auch bei Riester- und Rürup-Renten­versicherungen anfallen, handelt es sich nach Auffassung des Gerichts nicht um Kredit­gebühren. Sie dürfen also weiterhin den gesetzlichen Zins­satz von 4 Prozent über­schreiten – selbst dann, wenn der Versicherer den effektiven Jahres­zins für die Zuschläge nicht auf der Beitrags­rechnung angibt.

Üblich ist ein Zuschlag von 5 Prozent des Jahres­beitrags, wenn der Kunde seinen Beitrag monatlich über­weist. Dies entspricht einem effektiven Jahres­zins von 11,35 Prozent.

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