Lavastein-Gasgrill von Aldi Schnelltest

Der Discounter Aldi Nord hat zum Start der Grillsaison einen Lavastein-Gasgrill im Angebot. Gasgrills sind normalerweise schnell angeheizt und halten die richtige Temperatur so lange wie gewünscht. Ob das bei der Aldi-Aktionsware auch der Fall ist und wie gut Würstchen und Fleisch gelingen, zeigt der Schnelltest.

Der Discounter Aldi Nord hat zum Start der Grillsaison einen Lavastein-Gasgrill im Angebot. Gasgrills sind normalerweise schnell angeheizt und halten die richtige Temperatur so lange wie gewünscht. Ob das bei der Aldi-Aktionsware auch der Fall ist und wie gut Würstchen und Fleisch gelingen, zeigt der Schnelltest.

Umfangreich ausgestattet

Der bei Aldi Nord angebotene Grill wird mit Gas betrieben. Er hat einen zweiteiligen Brenner mit getrennten Reglern über den eine Schicht aus Lavasteinen gelegt wird. An den Seiten besitzt der Grill zwei ausklappbare Ablageflächen und zum Abdecken der Grillfläche einen Deckel mit Sichtfenster. Ein Warmhalterost befindet sich am Deckel.

Komplizierter Aufbau

Wer ein Grillfest plant und den Lavastein-Gasgrill von Aldi dazu einsetzten möchte, sollte besser rechtzeitig mit der Montage beginnen - sonst knurrt den Gästen bald der Magen. Denn der Aufbau ist kompliziert, die Montageanleitung nicht besonders verständlich. Selbst geübte Heimwerker können locker eine Stunde für den Aufbau einplanen.

Problem Gasanschluss

Erschwerend kommt hinzu: Die beiden Rohre für die Gaszufuhr am Brenner müssen in eine ganz bestimmte Position gedreht werden, damit sie auf den Gasanschluss gesteckt werden können. Gleichzeitig muss sich aber auch das so genannte Piezoelement für die Zündung an der richtigen Stelle befinden - sonst lässt sich die Zündung nicht anschließen. Diese wichtigen Schritte sind jedoch in der Anleitung nur vage beschrieben. Müssen die Rohe daher mehrmals gedreht werden bis alles passt, werden sie lockerer. Dadurch kann im ungünstigsten Fall unkontrolliert Gas austreten.

Ungünstige Wärmeverteilung

Ist der Aufbau geschafft, kann das Grillen beginnen. Doch die Vorfreude auf knusprige Würstchen und saftige Steaks ist schnell verflogen. Denn nur im Bereich direkt über dem Brenner erreicht das Aldi-Gerät hohe Temperaturen von mehr als 200 Grad Celsius. An den Seiten bleibt der Grill dagegen recht kühl. Das sind immerhin zwei Drittel der Gesamtfläche. Die Folge: In der Mitte des Grill verbrennen Würstchen schnell, am Rand grillen sie nicht richtig durch. Das Ergebnis kann in diesem Punkt nur „mangelhaft“ heißen. Fleisch gelingt besser. Es verbrennt längst nicht so schnell. Um ein gleichmäßig gegrilltes Steak zu bekommen, muss der Grillmeister das Fleisch aber oft drehen und wenden.

Zweigeteilter Brenner

Das Anzünden erfolgt mittels einer so genannten Piezo-Zündung. Ähnlich wie bei einem einfachen Gasherd muss die Gaszufuhr geöffnet und gleichzeitig der Zünder gedrückt werden. Der Brenner ist zweigeteilt und lässt sich auf beiden Hälften unterschiedlich regulieren. Das ist eigentlich sehr praktisch, ändert aber leider am unerfreulichen Grillergebnis von Würstchen und Fleisch nichts.

Gasflamme nicht sichtbar

Hinzu kommt: Die Gasflamme wird durch die aufliegenden Lavasteine verdeckt. Geht die Flamme aus, wird der Gasfluss aber nicht gestoppt. Wie bei anderen günstigen Lavasteingrills auch müssen Grillfreunde hier also bei Neuzündungen besonders vorsichtig sein.

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