Lautsprecher Meldung

Das Angebot für Lautsprecher ist groß. test sagt, worauf es bei der Auswahl der Boxen ankommt.

Lautsprecherboxen gibt es mannshoch oder mausklein. Besten Klang bieten eher ausgewachsene Standboxen. Regallautsprecher bis etwa 50 Zentimeter Höhe sind ein Kompromiss aus Wohnraumtauglichkeit und akzeptablem Ton. Wenn es optisch noch unauffälliger werden soll, bieten sich Sets aus so genannten Satelliten und einem Subwoofer an. Die Satelliten sind kleinere Böxchen und der Subwoofer ist ein einzelner Basslautsprecher, der die tiefen Töne für alle Kanäle gemeinsam wiedergibt. Sind die Satelliten wenigstens so hoch wie ein Taschenbuch, tönen die Dreierkombis oft harmonisch. Allzu kleine Satelliten haben häufig zu wenig eigenen Bass. Dann muss der Tieftöner mittig vor dem Zuhörer stehen, sonst klingt es nicht richtig.

Die Wattzahl der Boxen ist kein Qualitätsmerkmal. Sie gibt lediglich an, welche Dauerleistung die Lautsprecher schadlos verkraften. Mit Lautstärke hat die Wattzahl wenig zu tun. Die verrät ein anderer Wert, der Wirkungsgrad. Er gibt den Schalldruck der Box in Dezibel an, den sie bei einem Watt Verstärkerleistung in einem Meter Abstand erzielt. Doch der Wert ist selten in Prospekten zu finden ­ da hilft nur Nachfragen.

Selbst als Orientierungshilfe dafür, ob ein Verstärker zu den Boxen passt, taugen die Watt wenig. Ein schwachbrüstiger Verstärker kann bei hoher Lautstärke durch grobe Verzerrungen eine Box eher ins Nirwana schicken als ein Verstärker mit viel Power, der den Boxen kurzzeitig mehr Leistung liefert, als sie laut Typenschild vertragen. Nur wer andauernd sehr hohe Lautstärken will, muss der Wattzahl größere Beachtung schenken.

Fast genauso wertlos ist oft auch die Angabe des Widerstands ("Impedanz"). Der Wert, üblicherweise vier oder acht Ohm, ist der Widerstand, den die Boxen dem Verstärker entgegenbringen.

Faustregel:

Idealerweise ist der Wert für Verstärker und Box gleich. Wenn nicht, sollte der Wert der Box höher sein als der des Verstärkers, ansonsten drohen Schäden am Verstärker.

Ganz apart ist ein Verstärker mit sechs Ohm, besonders dann, wenn der Anbieter in der Bedienungsanleitung fordert, nur entsprechende Lautsprecher anzuschließen ­ die es "zufällig" fast nur vom selben Hersteller gibt.

Die richtige Anordnung

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Bei basstauglichen Lautsprechern rundum kann der Subwoofer entfallen.

Wer sein Wohnzimmer zum Heimkino umfunktioniert, braucht aufwendigere Lautsprecheranlagen. Surroundsound geht am besten mit fünf Boxen: Je eine rechts und links vom Fernseher und eine darüber oder darunter. Die beiden übrigen Boxen stehen rechts und links hinter oder neben dem Zuhörer.

Ideal für digitalen Rundumton von der DVD sind ausgewachsene Lautsprecher. Doch man muss sich das Zimmer nicht mit fünf großen Kästen zustellen. Es genügen wahlweise zwei basstaugliche Boxen vorn rechts und links oder man überlässt die Bässe einem Subwoofer.

Die Wahlfreiheit gewährleisten moderne Surroundverstärker. Sie haben ein Bassmanagement. Da wird der Bass praktisch auf Knopfdruck der vorhandenen Lautsprecheranlage angepasst. Übrigens: Das Bassmanagement ist auch im Stereobetrieb von Surroundverstärkern oder -receivern aktiv. So sind Gedanken über unterschiedliche Boxen für HiFi-Stereo von der CD und Surroundsound von DVDs überflüssig.

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