So kommt die Musik zum Laut­sprecher

Laut­sprecher Test

Antenne für WLan: Bei Sony ausklapp­bar.

Antenne für WLan: Bei Sony ausklapp­bar.

Funk­laut­sprecher kommen ohne Kabel aus. Die Installation des Sound­vergnügens wird deshalb aber nicht unbe­dingt einfacher. Die Signale müssen von der Musikquelle zu den Laut­sprechern kommen. Der wichtigste Tipp der Test-Experten: Aufgepasst bei der Auswahl eines Laut­sprechers. Er muss zur vorhandenen Musikquelle passen.

  • Musikquelle Smartphone. Hier dominieren die Über­tragungs­wege Bluetooth und WLan. Bose sowie Bowers & Wilkins können nur Apple Airplay.
  • Musikquelle Internet­radio. Dazu verbindet der Nutzer die Funk­laut­sprecher per WLan mit dem DSL-Router. Manche Geräte wie etwa von Sony haben dafür eine ausklapp­bare Antenne. Aufgepasst: Mit den Boxen von Harman Kardon und Philips klappt die Verbindung über den Router nicht.
  • Musikquelle Media­server. Hier gilt: Die Box sollte den Stan­dard DLNA beherr­schen.
  • Musikquelle USB-Stick und -Fest­platte. Sie sind eine Alternative zum Funk.
Laut­sprecher Test

Anschlüsse für Analog- und Digitalaudio.

Philips Fidelio: Analog-Audio wird über einen 3,5-Milli­meter-Klinken­stecker zugespielt (audio in), digitale Signale über HDMI, Cinch (coaxial) oder optisch (optical). Über den mehr­poligen Anschluss (to R Speaker) erhält die zweite Laut­sprecherbox das Signal für den rechten Stereo­kanal.

  • Musikquelle Stereo­anlage. Elemtente der klassischen „Anlage“ wie ein noch nicht ausrangierter CD-Spieler werden über Cinch- oder Klinken­buchsen ange­schlossen.
  • Musikquelle Heim­kino­anlage. Sie wird am besten mit einem digitalen Audio­eingang verbunden. Das geht elektrisch (auch coaxial genannt) oder optisch, über Licht­leiter­kabel (auch optical genannt), beziehungs­weise via HDMI.

Der beste Platz für guten Klang

Laut­sprecher Test

Bass­reflex­öffnung.

Die Bass­reflex­öffnung des geprüften Funk­laut­sprechers von Panasonic wird bei Wandmontage praktisch wirkungs­los. Darunter leidet der Klang.

  • Weg von der Wand. Stehen Laut­sprecher nahe an der Wand, ist deren Bass­wieder­gabe in Gefahr. Beispiel Panasonic: Die Box entlässt tiefe Töne über ein sogenanntes Bass­reflex­rohr, und zwar nach hinten. Bei Wandmontage versperrt das Mauer­werk den Ausgang des Bassreflexrohrs. Bässe klingen dann mulmig. Den besten Tiefton bieten Samsung, Sonos Play:5 und die beiden Anlagen von Teufel.
  • Nicht zwischen die Bücher. Das Doppel aus Funk­laut­sprecher und Streaming hilft beim Entrümpeln. Die Vision von der unsicht­baren Technik bleibt jedoch Utopie. Die Boxen klingen mit etwas Luft ringsum am besten. Im Wohn­zimmer landen sie oft im Regal. Da fallen sie nicht weiter auf, klingen jedoch schlechter als frei­stehend. Das trifft besonders auf die Sonos Play:1 zu. Wer sie beispiels­weise zwischen Büchern versteckt, verschlechtert den Sound deutlich.

Der beste Stereo-Sound

Sie wollen Raum­klang? Dafür müssen Sie die beiden Laut­sprecher entweder eines Sets wie bei Philips Fidelio und Teufel Raum­feld Cube oder zweier Funk­laut­sprecher des selben Anbieters rechts und links vor dem Hörplatz aufstellen. Sie bilden im Ideal­fall die Basis eines gleich­schenk­ligen Dreiecks. Dessen Spitze markiert den perfekten Hörplatz im „Stereo-Dreieck“. Da sind die Violinen des Sinfonie­orchesters links und die Kontrabässe rechts zu hören – wie im Konzert­saal.

Die Verbindung zum Smartphone – via NFC

Laut­sprecher Test

Das „N“ markiert die Kontakt­stelle für NFC.

Das „N“ markiert die Kontakt­stelle für NFC.

Etliche Funk­laut­sprecher verbinden sich via NFC (Near Field Communication) mit einem entsprechend ausgestatten (Android-) Smartphone. Einfaches Antippen an die markierte Kontakt­stelle des Funk­laut­sprechers stellt die Verbindung her. Die Musik über­trägt das Smartphone dann via Bluetooth. NFC dient nur dem „shake­hand“. Das heißt: Mit dieser Technik lassen sich keine großen Daten­mengen über­tragen.

Viel Komfort kostet Strom

Funk­laut­sprecher können sich nur mit dem Smartphone verbinden, wenn sie laufen. Das klingt wie eine Binsen­weisheit, hat es aber in sich: Wer sofort nach Betreten der Wohnung das auf dem Smartphone laufende Programm über einen Funk­laut­sprecher hören will, muss ihn permanent im Standby lassen. Das geht bei Bose, Samsung und Sonos Play:5 ins Geld, denn diese Funk­laut­sprecher haben gar kein oder ein kaum spar­sames Standby. Im Gegen­satz zum ebenfalls verschwenderischen Canton (13,9 Watt im Standby) fehlt den drei genannten Funk­laut­sprechern aber ein Ausschalter. Den hat Canton und es lohnt sich, ihn bei Nicht­gebrauch der Box zu betätigen. Ein Indiz für dessen Strom­verschwendung ist die deutlich warme Rück­seite. Beim Aufstellen sollte der Canton ausreichend Luft hinten und oben bekommen, damit sich die Wärme nicht staut.

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