Laufschuhe für Frauen und Männer Test

Beim Joggen landet das zwei- bis dreifache des Körpergewichts auf dem Fuß. Jetzt kommt es auf den Schuh an: Gute Laufschuhe stützen den Fuß und dämpfen die Stöße. Sie sind orthopädisch sinnvoll konstruiert, gehen nicht so schnell kaputt und bringen Spaß am Laufen. Die Stiftung Warentest hat 18 Laufschuhe getestet. 11 Modelle machten ein gutes Rennen.

Gut gelaufen

Die Stiftung Warentest kombinierte Theorie und Praxis: 16 Frauen und 15 Männer gingen mit den Schuhen ins Rennen. Erst wurden die Schuhe eingelaufen, dann biomechanisch geprüft. Messgeräte registrieren, wie die Schuhe den Druck verteilen, wie sie stützen und Stöße dämpfen. Ein Orthopäde, ein Schuhtechniker und ein Biomechaniker beurteilten die neuen und die getragenen Schuhe. Auch die Läuferinnen und Läufer gaben Ihre Stimme ab: Wie klappts mit dem An- und Ausziehen, wie gut ist die Passform, gibt es Druckstellen und welcher Schuh macht insgesamt das Rennen?

Beste Laufschuhe für Frauen

Nike Air Kantara (145 Euro), Saucony Grid Jazz (105 Euro) und Asics GT-2070 (118 Euro) – Hervorragende Stoßdämpfung und Druckverteilung. Gute Pronationskontrolle: Die Schuhe unterstützen ein gleichmäßiges Aufkommen. Der Adidas Supernova Control (110 Euro) eignet sich vor allem für Läuferinnen, die stark nach innen einknicken (Überpronation). Alle vier Modelle sind zum Laufen auf hartem Untergrund geeignet.

Beste Laufschuhe für Männer

Fila Pantera Plus II (105 Euro) und Nike Air Kantara (145 Euro). Auch wer stark nach innen einknickt, läuft mit diesen Schuhen gut. Die beste Dämpfung bietet der Saucony Grid Jazz (105 Euro): Gut auf Asphalt.

Schlecht gelaufen

Sieben Schuhe fielen im Rennen zurück: Qualitätsurteil befriedigend. Der Puma Complete Pryde Plus enttäuschte bei Männern und Frauen: Der Schuh stützt und dämpft nicht gut. Noch schlechter ist der New Balance 1040: Stützfunktion: nur ausreichend. Auch der Orthopäde und der Schuhtechniker vergaben diese Note – die schlechteste übrigens im Test. Die Laufschuhe von Brooks und Reebok stolpern erst im Belastungstest. Bei den Reebok-Schuhen knickt die Brandsohle. Bei Brooks bilden sich Risse. Nach 150 Kilometern werden sie deutlich sichtbar. Schade: Bis dahin lagen Brooks und Reebok gar nicht schlecht im Rennen. Ein guter Laufschuh sollte aber mindestens 1.000 Kilometer halten.

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