So haben wir getestet

Im Test: 17 Laufschuhe für Herren – 10 Neutral- und 6 Stabilitäts­laufschuhe sowie als Besonderheit exemplarisch ein Barfuß­laufschuh.

Einkauf der Prüf­muster: Dez. 2014 bis Feb. 2015.

Preise: Anbieterbefragung im Juni 2015.

Abwertung

War die Biege­festig­keit der Laufsohle mangelhaft, konnte die Halt­barkeit nur eine Note besser sein.

Stütz­funk­tion, Stoss­dämpfung und Druck­verteilung im Labortest

Laufschuhe Test

Links: Verdrahtet. Beschleunigungs- und Winkel­messer am Bein eines Testers.
Rechts: Gemessen. Für jeden Schuh wurden hundert Druck­prüfungen durch­geführt.

Die Ermitt­lung der biomecha­nischen Para­meter erfolgte an den einge­laufenen Schuhen (nach 120 km). 20 erfahrene Läufer führten mit jedem Schuh fünf Versuche auf einer definierten Mess­strecke im Labor durch. Stütz­funk­tion und Stoß­dämpfung wurden gemessen, aber nicht bewertet. Für die Stütz­funk­tion (Pronations­kontrolle) wurden Pronations­ausmaß und -geschwindig­keit mittels Elektrogonio­meter erfasst (Messen des Achilles­sehnenwinkels). Für die Stoß­dämpfung wurden die maximale Beschleunigung an der inneren Schien­beinkante, die Kraft­anstiegs­raten und das Frequenz­spektrum des Vertikal­kraft­signals gemessen. Die Druck­verteilung wurde an sieben definierten Punkten unter dem Fuß mittels Druck­sensoren gemessen – und zwar die maximale Druck­belastung unter der Ferse und dem Vorfuß.

Beur­teilung im Praxis­test

24 erfahrene Läufer (12 Normalläufer und 12 Über­pronierer) legten mit jedem Schuhmodell eine Strecke von 5 km zurück. Nach jedem Lauf beur­teilten die Testläufer den Schuh mithilfe eines Fragebogens. Bewertet wurden u. a. Gesamt­eindruck, Pass­form, Druck­stellen, Fußklima, Abroll­verhalten, Stoß­dämpfung. Zusätzlich bestimmten die Läufer subjektiv die drei besten und die drei schlechtesten Laufschuhe.

Beur­teilung durch Ortho­päden

Ein Ortho­päde und ein Ortho­pädie-Schuh­techniker beur­teilten Fersenführung, Flexibilität der Sohle, Abroll­verhalten des Schuhs, Torsion, Schnürung, Pass­form und Zehenfreiheit.

Halt­barkeit

Die Biege­festig­keit der Laufsohle wurde in Anlehnung an DIN EN ISO 17707 ermittelt. Nach 30 000 Biegungen wurde die Schuhsohle auf eine Erweiterung der Einstich­stelle, Spontanrisse und weitere Schäden untersucht. Bei der Prüfung der Halt­barkeit der Sohlen­konstruktion wurde an den neuen Schuhen die Ferse innen 370 000 Mal mit einer Kraft von 1200 N belastet und die Verformung danach und nach 24 Stunden Entlastung gemessen. Der Abrieb des Fersen­futters und der Einlegesohle wurde in Anlehnung an DIN EN ISO 12947–1 (Martindale-Verfahren) im trockenen (Abmusterung bei 25 000, 50 000, 75 000 und 100 000 Touren) und nassen Zustand (12 800, 25 000 und 50 000 Touren) geprüft.

Die Textilien der Einlegesohlen wurden in Anlehnung an die Spezifikation AfPS GS 2014:01 auf poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) geprüft. In allen geprüften Textilien wurden keine oder nur geringe Mengen an PAK bestimmt.

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