50 Euro für eine geplatzte Rücklastschrift: So viel Geld verlangte die Flug­gesellschaft Germanwings von Kunden, deren Konto versehentlich mal keine Deckung aufwies. Selbst Flüge nach Rom, London oder Madrid sind da billiger. Auch das Oberlandesgericht Hamm fand das übertrieben: Die Pauschale übersteige bei weitem den zu erwartenden Schaden (Az. 17 U 112/2007, nicht rechtskräftig). Auch Mobilfunkfirmen und Möbelhändler verlangen ähnlich hohe Strafgebühren, berichtet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, zum Beispiel debitel, Arcor oder Ikea.

Tipp: Der Kunde muss der Firma zwar die Kosten für geplatzte Lastschriften ersetzen, aber nur den Betrag, den das Unternehmen – hier Germanwings – an seine Bank zahlen muss. Mehr als zehn Euro können das normalerweise kaum sein.

Übrigens: Die Bank des Kunden darf von ihm für eine geplatzte Lastschrift keine Gebühr nehmen. Denn die Weigerung, sie einzulösen, ist keine für ihn erbrachte Leistung (OLG Celle, Az. 3 U 152/07).

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