Noch immer bitten einige Banken Kunden zur Kasse, wenn sie eine Lastschrift nicht ausführen können, weil das Konto leer ist. Oft sind 5 bis 10 Euro fällig. Dabei hat der Bundesgerichtshof solche Strafgebühren für unzulässig erklärt (Az. XI ZR 5/97). Auch das „Benachrichtigungsentgelt“, das Banken ersatzweise einführten, kippte der BGH. Das Geldhaus muss die Nichteinlösung mitteilen, ohne Geld dafür zu nehmen (Az. XI ZR 197/00).

Einige Banken verlangen nun Schadenersatz für die entstandene Arbeit. Für diese Fälle halten die Verbraucherzentralen Musterbriefe bereit. „Bisher ist noch jedes Institut eingeknickt, wenn wir mit Klage gedroht haben“, erklärt Hartmut Strube von der VZ Nordrhein-Westfalen.

Oft muss auch der Lastschrifteinreicher zahlen. Beispiel: Ein Kassenwart will den Beitrag eines Vereinsmitglieds abbuchen. Dessen Konto ist leer, die Bank lehnt ab und berechnet der Bank des Vereins 3 Euro Rückentgelt. Die schlägt 3 Euro drauf und stellt dem Verein 6 Euro in Rechnung. Dagegen gibt es bisher keine Handhabe. Der Verein kann aber das Geld vom Mitglied zurückfordern.

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