Einige Banken führen klammheimlich eine Gebühr wieder ein, die der Bundesgerichtshof vor über zehn Jahren verboten hat. Sie kassieren zwischen 1,50 und 3 Euro, wenn sie einen Zahlungspflichtigen darüber informieren, dass sie eine Lastschrift nicht ausgeführt haben, weil sein Konto nicht gedeckt war. Sie berufen sich auf neue Regeln in der Europäischen Union.

Nach Meinung des bayerischen Justizministeriums ist die Gebühr aber nur zulässig, wenn der Kunde der Bank einen Abbuchungsauftrag erteilt hat oder die neue europäische Lastschrift nutzt (Sepa-Lastschrift), die erst im Laufe dieses Jahres eingeführt wird. Platzt dagegen eine Einzugsermächtigung, darf die Bank kein Geld verlangen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Sparkasse Meißen abgemahnt, weil sie trotzdem kassierte.

Tipp: Widersprechen Sie bei Ihrer Bank einer solchen Gebühr schriftlich und berufen Sie sich auf die Abmahnung.

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