Überwintern in Thailand: Preiswertes Paradies unter Palmen

Es war Liebe auf den ersten Blick. Als der Berliner Helmut K. vor 25 Jahren das erste Mal in Thailand Urlaub machte, wusste er, dass er in diesem Land des Lächelns einmal leben möchte. Zur Hälfte hat sich dieser Traum bereits erfüllt. Seit er vor drei Jahren frühpensioniert wurde, verbringt K. die Winterhalbjahre in dem südostasiatischen Königreich. Und was ist so faszinierend an dem tropischen Land? „Die Sonne, die freundlichen Menschen, einfach das unkomplizierte Leben“, schwärmt K. Und natürlich die extrem günstigen Preise. Für seine Zwei-Zimmer-Wohnung zahlt K. rund 62 Euro im Monat. Das Essen („Die beste Küche der Welt“) bekommt man fast geschenkt. In den Garküchen kostet ein Hühnercurry nicht mal einen Euro, in den Restaurants meist auch nicht mehr als das Doppelte. Wer will, kann sich in den Hotels an überbordenden Buffets delektieren. Kostenpunkt: drei bis vier Euro, Getränke inklusive. Wenn man exotische Früchte liebt, so K., dann ist Thailand ein Paradies. Selbst diejenigen, die in fernen Ländern auf Schnitzel oder Haxe nicht verzichten wollen, werden fündig. Langweilen muss man sich auch nicht. Zumindest in den touristischen Regionen ist das Freizeitangebot fast unerschöpflich. Es reicht von sämtlichen Wassersportarten über Vorträge und Kochkurse bis hin zum Gemüseschnitzen. K. liebt es, durch das Land zu reisen und die Nachbarstaaten zu erkunden. Auch das geht zum Schnäppchenpreis. So kostet beispielsweise ein Schlafwagenplatz in der Zweierkabine von Bangkok in den Norden des Landes nur etwa 20 Euro. Inlandsflüge sind ebenfalls ausgesprochen günstig. Alles in allem, Reisen eingeschlossen, rechnet K., kostet ihn ein Monat in seinem Winterquartier rund 500 Euro. Hinzu kommt der vergleichsweise teure Flug. Für Reisen bis zu 30 Tagen benötigt man für Thailand kein Visum. Wer länger bleiben will, muss sich von einer thailändischen Auslandsvertretung ein Visum ausstellen lassen. K. verbringt die letzten warmen Tage in Deutschland voller Ungeduld. Er kann es kaum erwarten, in sein tropisches Paradies am Indischen Ozean zurückzukehren.

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