Tipps für den Kauf von Ski und Schuh

Erst Schuh, dann Bindung, dann Ski, dann Stock

Der angehende Skilang­läufer braucht neben passender Kleidung ein paar Ski samt Bindung, Schuhen und Stöcken.

  • Schuh: Bequem geht vor. Das Wichtigste ist ein bequemer Schuh. Der sollte den Fuß fest umschließen ohne zu drücken. Für klassischen Lang­lauf und das Skaten gibt es verschiedene Schuhe. Es gibt aber auch Modelle, die sich auf beide Stile adaptieren lassen. Die Art der Skibindung ist beim Schuhkauf unerheblich. Die Pass­form des Schuhs ist wichtiger.
  • Bindung: Passend zum Schuh. Es gibt zwei verschiedene Bindungs­systeme: NNN (New Nordic Norm) von Rottefella und SNS (Salomon Nordic System) von Salomon. Beide sind hoch­wertig und empfehlens­wert, aber nicht kompatibel. Wenn, wie empfohlen, die Wahl der Schuhe im Vordergrund steht, gibt es für die Bindung keine Alternative. Nur dass von jedem Bindungs­system unterschiedlich „teure“ Varianten im Angebot sind.
  • Sets: Bringen Preis­ersparnis. Sie können die passend zu Schuh und Laufstil ausgewählte Bindung auf jeden Ski montieren lassen. Damit können Sie beim Kauf aber kein Set-Angebot wählen. Dabei bietet der Handel montierte Ski und Bindungen gegen­über Einzel­teilen verbilligt an. Am wenigsten kosten Sets aus Ski, Schuh, Stock und Bindung. Eine komplette Erst­ausrüstung ist für unter 200 Euro zu haben.
  • Ski: Körpergewicht wichtig. Achten Sie bei der Wahl der Ski penibel auf das Körpergewicht des Läufers. Der Ski muss so steif sein, dass die Abstoß­zone im Bereich unter der Bindung beim Stand auf beiden Beinen keinen Boden­kontakt hat. Lassen Sie sich im Sport­fach­handel beraten. Ist der Ski zu steif, greift die Abstoß­hilfe nicht und er rutscht nach hinten weg. Ist er zu weich, führt das zum Bremsen.
  • Stock: Die richtige Länge. Bei den Stöcken ist die Auswahl einfach. Stock­länge = 0,83 bis 0,85 x Körpergröße für klassischen Lang­lauf und 0,9 x Körpergröße fürs Skaten. In zweiter Linie entscheiden Gewicht, Marke und Preis.

Das richtige Wachs fürs Steigen und Laufen

  • Gleit­wachs für Nowax: Auch wenn die Bezeichnung „Nowax“ etwas anderes vermuten lässt, letzt­lich kommt kein Lang­laufski ohne Wachs aus. Das Wachs verbessert die Lauf­eigenschaften. Das spart Kraft und steigert den Spaß am Lang­lauf. Wachsen Sie den Ski vor und hinter der Bindung (Gleitzonen). Gleit­wachse taugen für einen großen Temperatur­bereich und sind sauber zu verarbeiten. Tragen Sie sie das Wachs am besten mit einem Bügel­eisen auf, nach dem Erkalten abziehen und dann bürsten. Brauch­bare Ergeb­nisse erzielen Sprüh- oder Tuben­wachse. Vergleich­bar gering ist auch der Aufwand für Skating-Ski, nur dass Sie hier die ganze Lauffläche wachsen sollten.
  • Gleit- und Steig­wachs für Wax-Ski: Die Laufflächen der Wax-Ski sollten Sie in drei Zonen präparieren – die Gleitzonen vorn und hinten mit Gleit­wachs und der Bindungs­bereich (Steigzone) mit Steig­wachs. Je nach Schnee­art, Kristall­form, Temperatur und Luft­feuchte gibt es andere Steig­wachse.
  • Klister­wachs: Bei Temperaturen um null Grad und bei wechselnden Bedingungen (viel Licht und Schatten) ist die Wahl des Steig­wachses schwierig. Dann empfehlen sich die klebrigen Klister­wachse aus der Tube. Die tragen Sie am besten mit Spachtel, Daumen und Hand­ballen auf. Klister­wachs ist zähklebriger als Honig. Zum Reinigen der Hände genügt handels­übliche Fett­creme. Um die Ski von dem Klebezeug zu befreien gibt es spezielle Reiniger.
  • Der Trick mit der Folie: Wer nicht die Möglich­keit hat, seine geklisterten Ski gleich nach dem Lauf zu reinigen, kann sie in der Steigzone mit Klarsicht­folie umwi­ckeln. Das vermeidet hartnä­ckige Flecken in der Kleidung und anderen Textilien und schont auch Kofferraum oder Skibox.

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