Langlaufski Test

Strahlend blauer Himmel, Temperatur knapp unter Null: optimale Bedingungen im Ski-Langlaufzentrum auf dem Pitztaler Gletscher. Genau dort hat die Stiftung Warentest ihre Testläufer in die extra angelegte Spur geschickt. Im Test: 17 Paar Langlaufski.

Breites Spektrum an Skitypen im Test

Für den Test hat die Stiftung Warentest alle Lang­laufskiklassen ausgewählt: vom breiten und vergleichs­weise kurzen Cruiser für Frei­zeit und Fitness bis zum langen, schmalen Sport­ski. Es sind sowohl Nowax-Ski vertreten als auch Wax-Ski. Nowax-Ski haben im Bindungs­bereich eine strukturierte Sohle als Abstoß- und Steig­hilfe, Schuppen genannt. Beim Wax-Ski sorgt ein „Klebewachs“ für Haftung im Schnee. Für konditions­starke Renn­läufer waren noch zwei Skating-Ski im Test.

Keine deutlichen Schwächen

Die Testläufer gingen in die extra angelegte Spur – vom erfahrenen Frei­zeitläufer bis zum ehrgeizigen Wett­kämpfer. Alle Ski hielten den Belastungen im Parcours locker stand. Deutliche Schwächen zeigten sie nicht. Auch die Belastungs­tests, bei denen die Ski ein Mehr­faches des Körpergewichts eines Skifahrers aushalten müssen, konnten den Brettern nichts anhaben. Letzt­lich maßgebend für die Qualität der Ski und den Spaß am Lang­lauf sind jedoch die Lauf­eigenschaften.

Das Test-Duell: Fischer gegen Salomon

In der Wax-Ski-Gruppe empfehlen sich besonders die gleich guten Atomic, Fischer und Salomon. Für Spar­same ist Salomon die erste Wahl. Das Duell Fischer und Salomon gibt es auch noch bei den Cruisern. Die Lauf­eigenschaften des Fischer-Ski sind eine halbe Note besser. Da lohnen sich 40 Euro Aufpreis. Bei den sport­lichen Nowax-Ski reichen die Noten- und Kauf­preis­unterschiede nicht für eine konkrete Empfehlung. Die Leistungen der getesteten Skating-Ski unterscheiden sich nur um Zehntelnoten. Der Salomon-Ski kostet allerdings 100 Euro weniger als der Fischer.

Die schlechteste Note für Fischer Ski ist ein Gut

Maßgebend für die Qualität der Ski sind die Lauf­eigenschaften. In allen vier Produkt­gruppen stellt Fischer das gruppen­beste Produkt oder teilt sich den Spitzen­platz mit anderen Modellen. Die schlechteste Bewertung für einen Fischer-Ski lautet gut. Dazu gesellen sich noch Bestnoten in Verarbeitung und Halt­barkeit, beim Skater auch noch für die Lauf­eigenschaften. Über­raschend ist das sehr gute Abschneiden des Fischer-Cruisers Orbiter in der Laufharmonie, dem Verhalten des Skis beim Über­gang zwischen der Gleit­phase und dem Haften, wenn der Läufer mit dem jeweils anderen Ski Schwung holt. Fischer ist gelungen einen vergleichs­weise kurzen und einfach zu steuernden Ski zu bauen, der sich mit längeren, sport­lichen No-Wax-Ski und selbst mit Wax-Ski messen kann.

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