Es ist schwer, als Mieter aus einem Miet­vertrag vorzeitig auszusteigen, der für vier Jahre keine Kündigungs­möglich­keit vorsieht. Ein vorzeitiger Ausstieg ist nur möglich, wenn der Mieter einen guten Grund hat und zudem einen geeigneten Nach­mieter stellt.

Ein Grund kann zum Beispiel ein berufs­bedingter Wohn­ortwechsel sein (Land­gericht Hamburg, Az. 16 S 23/87).

Bei der Suche nach einem Nach­mieter kann der Mieter keine Hilfe vom Vermieter erwarten. Dieser muss ihn nicht – etwa bei Wohnungs­besichtigungen – unterstützen. Hat der Mieter jemanden gefunden, muss der Interes­sent alle Unterlagen vorlegen, die der Vermieter beim Einzug auch vom Mieter verlangt hatte. Dazu zählen in der Regel Einkommens­nach­weise, eine Schufa-Auskunft und eine Kopie des Ausweises.

Erst wenn der Vermieter die Dokumente hat und der Interes­sent als Ersatz­mieter passt, darf der Mieter früher aus seinem Miet­vertrag aussteigen (Bundes­gerichts­hof, Az. VIII ZR 247/14).

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